»shadow of nature«

Heute möchte ich etwas zur Entstehung meines Debütromans erzählen.

Woher kam meine Intention?

Ich glaube im April 2019 habe ich den Entschluss gefasst, die Geschichte, um meine Protagonistin Zistin ‚neu‘ zu beginnen. Denn eigentlich hatte ich schon viel früher damit angefangen.

2011 starb meine Oma, nach kurzer Krankheit. Sie war für mich eine mütterliche Bezugsperson. So oft es mir möglich war, war ich bei ihr. Dem entsprechend hat mich ihr Ableben sehr getroffen. Die ständigen Reibereien zwischen meiner Mutter und mir, kamen erschwerend hinzu.

Ich wollte das Ganze, was da in mir drin war, aufschreiben und meine erste Idee war ein lyrischer Text. Schon nach den ersten Versen stellte ich fest, dass das nicht genügen würde und schwenkte zur Kurzprosa um. Das war dann der Anfang, denn mit jedem Satz formte sich in meinem Kopf eine Welt. Eine Welt weit weg von meiner und doch meiner sehr ähnlich.

Für mich stand also fest, dass ich meine Situation, besser verarbeiten könnte, wenn ich sie in eine Geschichte zusammenfasste, die sowohl fiktiv als auch realistisch ist. So wurde Zistin ‚geboren‘.

Ich ließ sie zu einer Art Prinzessin werden, die in der Trauerphase um ihre Großmuttern, immer wieder in Konflikt mit ihrer Mutter, der Königin geriet. Und was mir noch sehr wichtig war, sie durfte kein Mensch sein.

Da ich selbst ein großer Fan von Natur bin, habe ich sie zunächst zu einer Elbe gemacht.

In den darauffolgenden Jahren entwickelte ich nach und nach eine elbische Welt unter dem Arbeitstitel »Das schwarze Gewand«. Wobei auch das Thema, wie der Mensch die Natur zerstört, eine Rolle spielte – jedoch war es noch nicht so ausgereift.

Die Grundidee der Geschichte

Zuerst stand Zistin im Mittelpunkt. Ich gebe zu, ich habe mich bei ihr, sehr an mir selbst orientiert. Vieles was sie ausmachte, war/ist auch ein großer Teil von mir.

Sie ist im Luftelement geboren und somit der Luftmagie mächtig, daneben hat ihr Mutter Gaivia, die Göttin und Schöpferin der Elben, eine zweite Elementgabe übertragen. Die des Schattenelementes.

Dies kommt nur selten vor und die Elben haben im allgemeinen Angst vor dieser Gabe. Da ihre Besitzer sie nur sehr selten unter Kontrolle bekamen.

Für Zistin galt es also, diese Gabe beherrschen zu lernen, um später eine gute Königin ihres Volkes zu werden. Doch da war noch ihre Mutter, die sowohl in Sorge um ihre Tochter als auch um ihr Volk stand.

Mit der Zeit entwickelte ich eine eigene Sprache und eigene Bezeichnungen von Titeln. Zum Beispiel wurde aus König*in – Quincepa und aus Prinz*essin – Thronerra. Mein Ziel war und ist es immer noch eine geschlechterneutrale Kultur zu schaffen.

Ich hatte die Geschichte schon etwas über die Hälfte grob entworfen und geschrieben. Ich habe verschiedene Stile und Erzählperspektiven ausprobiert, als mich jäh das reale Leben aus der Bahn warf.

Das plötzliche Ableben meiner Mutter, ließ es nicht zu mich weiter an dieser Geschichte arbeiten zu lassen. Und so widmete ich mich allem voran meiner psychischen Genesung und schrieb an einer Art Novelle, um auf andere Gedanken zu kommen. In dieser Zeit entstand auch ein großer Teil an lyrischen Texten, die in meinem Lyrikband »HINTER DEN SCHATTEN«, zu finden sind.

Der zweite Anlauf

Nach mehreren Gesprächen und einigen Flehen meines besten Freundes, entschied ich mich im März 2019, das Schreiben der Geschichte wieder aufzunehmen. Jedoch stellte ich schnell fest, dass ich mich nicht mehr so richtig in meine 22-jährige Protagonistin zurückversetzen konnte und ich stellte mir die Frage, wie es Zistin wohl in einer ähnlichen Situation gehen würde, wie mir zu dieser Zeit.

Ich blieb in Zistins Welt und sprang ein paar Jahre vor. Nun ist sie um die 30 und hat ebenfalls ihre Mutter verloren. Es war klar, dass auch sie Zeit gebraucht hat, um dieses Ereignis zu verarbeiten, weshalb sie die Welt bereist hat.

Die jetzige Story, unter dem Arbeitstitel »shadow of nature«, beginnt mit ihrer Rückkehr in ihr Heimatdorf. Ihr Vater hatte in ihrer Abwesenheit den Titel des Quincepa angenommen und geschworen, dieses Amt auszuführen, bis seine Tochter sich dazu entschied, ihr Erben anzunehmen oder eben auszuschlagen.

Ich möchte jetzt noch gar nicht zu viel verraten, nur so viel, dass ich mit meiner damaligen Entscheidung, Zistin sei eine Elbe, unzufrieden war. Lange fiel mir nichts passenderes ein. Nichtsdestotrotz brachte ich die Geschichte schon ziemlich gut voran. Ich erarbeite den Handlungsstrang, entwarf die Antagonisten und Konfliktsituationen, brachte die ersten Szenen zu Papier und strickte die Welt um meine Protagonisten. Die nun noch zwei Nebenprotagonisten an die Seite gestellt bekommen hat. Ihre besten Freunde Hias und Moana.

Letztes Jahr kam mir dann DER Gedankenblitz. Nachdem ich in Windeseile die Serie She-Ra weggesuchtet hatte, war ich inspiriert und wusste nun in welche Richtung mein Volk gehen würde.

Ich wollte den Status Naturgeister gerne beibehalten und durchforstete die mythischen Wesen. Elben – klar, aber eben nicht ganz. Druiden, ja, auch gut. Und dann hatte ich es, mein eigenes Volk: Die Dryalven.

Hier ein kurzer Einblick in die Beschreibung aus meinem ersten Kapitel:

Dryalven, waren Wesen der Natur, geschaffen von einer Göttin, deren Existenz den Menschen unbekannt ist. Mutter Gaivia gab ihren Schützlingen magische Kräfte aus den vier Elementen. Ihr Aussehen, war nicht menschlich, aber auch nicht ganz tierisch.

1. Kapitel »shadow of nature«
Luga Faunus

Wie es weiter geht

In diesem Jahr möchte ich die Geschichte um Zistin, Hias und Moana grob fertig schreiben, sodass ich nächstes Jahr den Veröffentlichungsprozess starten kann.

Doch es wird schon einen kleinen Vorgeschmack geben. Denn es gibt ein Prequel, der bereits in diesem Jahr in einer Tieranthologie erscheinen wird. Hier erfahrt ihr, wie Zistin zu ihrem tierischen Begleiter, dem Raben Dakus kam.

In dieser Anthologie werden neben mir, sechs weitere großartige Autorinnen, ihre mystischen und tierischen Kurzgeschichten, veröffentlichen. Ziel dieser Aktion ist, den gesamten Verkaufserlös an eine Organisation für Tierwohl zu spenden.

Die Anthologie wird aller Voraussicht nach in diesem Herbst erscheinen. Hierzu werde ich euch auch zukünftig auf dem Laufenden halten.

Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt, dann schreibt mir gerne in die Kommentare. 🙂

Kreative Grüße

Luga

Veröffentlicht von lugafaunus

writer * voice actor * artist * musician

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